Im Rahmen meiner Tätigkeit als Gemeinderat und stv. Ausschussvorsitzender für “Bildung, Kultur und Integration” gab es kürzlich durchaus sehr spannende Diskussionen rund um die Bibliothek in meiner Gemeinde. Warum sinken Besucher_innenzahlen? Wie könnte man die Bibliothek neu gestalten? Daraufhin habe ich im Namen der SPÖ Neuhofen ein Konzept, wie denn eine solche Institution in Zukunft aussehen könnte. Keine Angst, ich werde euch (langweilige) Details ersparen. Es gab aber einen, für mich besonders interessanten, Ausschnitt, den ich euch nicht vorenthalten möchte, dessen Inhalt generell auf alle öffentlichen Institutionen umgelegt werden könnte.
Warum Multikulturalismus konservativ ist…
14 AprEine Gefahr, die der Multikulturalismus in sich birgt, beginnt mit dem Prozess der Kategorisierung, Schubladisierung, Charakterisierung. (Wie man es auch immer nenen mag). Der Grundgedanke ist im Kern das Schaffen bzw. das Konkretsieren von Rollenbildern. Durch diese Praxis schafft man die perfekte Grundlage zur Reproduktion eben dieser. Im weiteren Kontext gedacht bedeutet Multiulturalismus auch Stillstand. Der Kulturbegriff, den er prägt, ist starr. Einmal in einer “Kultur” kategorisiert worden, kommt man nicht mehr so leicht heraus bzw. werden alle Handlungen an eben diesem “kulturellen” Maßstab gemessen. Das verhindert in letzter Konsequenz die Emanzipation aus dem “kulturellen” Raster, das Migrant_innen angelegt wird.
Advent, Advent. Die Religionsfreiheit brennt.
1 DezDie Schweizer Bevölkerung hat entschieden. Am Sonntag (29. November 2009) war die Abstimmung über die “Minarett-Initiative”. Bei einer Wahlbeteiligung von 53,5% haben 57,5% der Schweizer_innen die Initiative angenommen. Das heißt umgerechnet: 30,8% haben sich gegen den Bau von Minaretten ausgesprochen. Dafür, dass diese Entscheidung in die Schweizer Verfassung kommen soll, ist das ja nicht gerade wirklich repräsentativ.
Der einzige Hoffnungsschimmer bei der Diskussion in der Schweiz: Bis auf die Mitinitiatorin, der national-konservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP), dem Pendant zur ÖVP, haben sich alle im Parlament vertretenen Parteien, sowie der Bundesrat für ein “Nein” bei diesem Referendum ausgesprochen. Auf der Homepage der SVP, findet man auch einen Artikel dazu, der zeigt, wie weit die SVP dafür gehen würde:
Kultur als Selbstschutz
18 OktAlle reden davon, doch niemand weiß, was es eigentlich ist, diese Kultur. Die derzeitige mediale Berichterstattung, aber vor allem der derzeitige politische Diskurs machen gerade das wieder deutlich. Letzter Auswuchs dieser Unkenntnis ist die Forderung der FPÖ, das Sozialsystem zu teilen. Eines für MigrantInnen, eines für “waschechte ÖsterreicherInnen” soll es in Zukunft geben. Diese ökonimische Unsinnigkeit, und auch das Faktum, dass MigrantInnen mehr davon profitieren würden, als ÖsterreicherInnen (was Straches Forderung noch interessanter macht) möchte ich hier einmal außer Acht lassen. Viel interessanter finde ich, dass Mensch überhaupt auf eine solche Idee kommen kann, in ein und demselben Land, verschiedene Sozialsysteme für verschiedene “Volksgruppen” etablieren zu wollen.
Es ist meiner Meinung nach das Ergebnis eines völlig fehlgeleiteten Diskurses über Multikulturalität. Wenn wir uns zurückerinnern wird in Fragen der Integration, egal in welcher Zeitung, egal auf welchen Fernsehsender, mag er auch noch so seriös wirken, immer das allseitsbekannte Bild einer Frau mit Koptuch gezeigt. Das Kopftuch und damit der Islam wird zum Synonym für “Andersartigkeit”. Dass diese fast immer negativ behaftet ist, erklärt sich wohl von selbst. MigrantInnen würden sich nicht der hier vorherrschenden, “unserer” Kultur anpassen wollen. Das “uns” wird immer betont, um schon im Vorhinein eine klare Abgrenzung zu finden. Von welcher Kultur sprechen wir denn?
Flashmob – Kundgebung 2.0
23 SepKreativität ist gefragt. Das werden sich wohl auch die InitiatorInnen folgender Aktion gedacht haben: Flashmobs verfolgen Angela Merkel
Die wohl witzigste und zugleich interessanteste Form des politischen Aktionismus, die ich seit langem gesehen habe. Auslöser war die Ankündigung, dass Angela Merkel auf einer Kundgebung in Hamburg spricht. Mit krakeliger Schrift, hat jemand zum Schriftzug: “Die Kanzlerin kommt” einfach “Und alle so: Yeaahh!” dazugeschrieben. In der Internet-Community war es der Renner schlechthin und schnell war dieses Foto in ganz Deutschland bekannt:

Genormte Gefühle eines kommerzialisierten Menschen
28 JulFreiheit – die Menschheit trachtet danach, wird aber wahrscheinlich niemals in der Lage sein, sie letztendlich zu erreichen. Immer mehr gesellschaftliche Entwicklungen, sogar Erfindungen entstehen, die uns ein erhöhtes Gefühl der Freiheit geben sollen. Doch auch wenn wir glauben frei zu sein, leben wir in einem System von normen, von dem wir nicht einmal wissen, dass es uns umgibt.
Hagen Rether – Vorzeigelinker
19 FebEin tolles Video vom Kabarettisten Hagen Rether, der über die/den Vorzeigelinke/n singt, über deren/dessen anfänglichen Enthusiasmus, die/der dann durch das Erlangen von Macht die Ideale verrät und zum so genannten “Bonzen” wird, aber immer noch dieselben Phrasen schwingt!
“Beim Rechtsabbiegen setzen sie keinen Blinker!”






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